Damensättel

Geschichtliche Entwicklung

Die Damensättel gibt es schon lange, wenn auch nicht in der heutigen Form. Im 12. Jahrhundert führte der Mann von seinem Pferd die Zügel des Damenpferdes, da die Dame seitlich saß und keine Einwirkung auf das Pferd hatte.Am Ende des Mittelalters führten Frauen Falken zur Jagd.Das machte es notwendig das der Damensattel verbessert wurde.

Gabelsattel zur Falkenjagd rechtssitzig ca 350 Jahre alt

Der rechtssitzige Damensattel kommt aus der Falknerei, weil man denn Falken während der Jagd auf der linken Hand führte. Durch die Drehung des Oberkörpers nach vorne, wurde es den Damen möglich, selber auf das Pferd einzuwirken. So waren es die Jagdreiterinnen, die über die Jahrhunderte zur Weiterentwicklung beitrugen.

Gabelsattel ca 400 Jahre alt Die Blumenmuster sind einzeln mit Schafwolle ausgestopft. Zu diesem Sattel gehört auch der Pantoffelsteigbügel.

Wer genau den Gabelsattel erfunden hat ist unbekannt, er ist schon sehr früh um ca. 1500 auf einem Bild von Albrecht Dürer zu sehen. In dem Gabelsattel war es möglich schnellere Jagden zu reiten, auch das Springen kleinerer Hindernisse. Das dritte Horn wurde gegen 1790 erfunden bezeichnender weise von einem Mann der aufgrund einer Verletzung im Damensattel reiten musste. Es war der Berufsjäger Thomas Oladker. Das untere Horn legt sich über den linken Oberschenkel und sorgt für einen festen Sitz in allen Situationen. Die Frauen konnten auf diesen neuen Sätteln mit den drei Hörnern auch höhere Hindernisse springen.Später veränderte sich der Zweck des Damensattels zum rein sportlichem. Wobei dann auch das zweite obere Horn verschwand.

Sportlicher Damensattel mit Hirschledersitzfläche.